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Arbeitsassistenz

Unter Arbeitsassistenz wird in Deutschland allgemein die personale Unterstützung am Arbeitsplatz (Arbeitsplatzassistenz) verstanden.

Der Rechtsanspruch auf die "notwendige Arbeitsassistenz" ergibt sich aus § 33 Absatz 8 Nr. 3 sowie § 102 Absatz 4 Sozialgesetzbuch (SGB) IX.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) hat in den gültigen Empfehlungen zur Arbeitsassistenz eine engere Definition gewählt. Dort wird Arbeitsassistenz definiert als:

„... die über gelegentliche Handreichungen hinausgehende, zeitlich wie tätigkeitsbezogen, regelmäßig wiederkehrende Unterstützung von schwerbehinderten Menschen (Assistenznehmern) bei der Arbeitsausführung in Form einer von ihnen beauftragten Assistenzkraft im Rahmen der Erlangung oder Erhaltung eines Arbeitsplatzes auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt".

Die Arbeitsassistenz ist nach dieser Empfehlung eine Geldleistung, die der/die behinderte Arbeitnehmer/in erhält, um eine Arbeitsassistenz selbst anzustellen (Arbeitgebermodell) oder bei einem ambulanten Dienst einzukaufen.

Im Rahmen der Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen nach § 27 der Schwerbehindertenausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV) ist es auch möglich, die Kosten einer beim Arbeitgeber angestellten Arbeitsassistenz zu übernehmen.
Arbeitsassistenz im Sinne der Empfehlung der BIH ist die direkte personale Unterstützung am Arbeitsplatz, wie beispielsweise eine Vorlesekraft für blinde Arbeitnehmer/innen oder Menschen mit Lernschwierigkeiten, eine Gebärdensprachdolmetscherkraft für gehörlose Arbeitnehmer/innen oder eine Hilfskraft für körperbehinderte Arbeitnehmer/innen.
Die Kerntätigkeit der Arbeitsaufgaben muss jedoch der/die Arbeitnehmer/in selbst erledigen können.

Die Vermittlung eines Arbeitsplatzes, die Unterstützung der Einarbeitung durch Job Coaching oder die psychosoziale Begleitung durch den Integrationsfachdienst ist keine Arbeitsassistenz im Sinne der Empfehlung der BIH.

Ansprechpartner und Kostenträger in Sachen Arbeitsassistenz sind die örtlich zuständigen Integrationsämter. Dort wird der Bedarf geprüft und über Anträge entschieden.

https://www.integrationsaemter.de/Aktuell/72c/index.html

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