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Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen in Deutschland. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko einer Erkrankung zu. Ca. ein Drittel der 75-jährigen Menschen weisen ein Vorstadium der AMD auf. Die Häufigkeit einer schweren Sehbehinderung auf Grund einer AMD beträgt in diesem Alter ca. 8 %.

Symptome

Erstes Zeichen einer Funktionsstörung können Anpassungsschwierigkeiten in der Dunkelheit sein. Bei Fortschreiten des Krankheitsprozesses kann es zu weiteren Veränderungen kommen, die sich in zwei Gruppen unterteilen lassen:

Trockene AMD

Die häufigere Form ist die so genannte "trockene" Form der AMD. Bei dieser Form kommt es zu einem langsamen Absterben von Pigmentepitheln und Photorezeptoren. Dies führt zu scharf begrenzten, inselartigen Ausfällen, die zusammenwachsen und damit zu einer schrittweisen Verschlechterung des Sehvermögens, insbesondere beim Lesen. Es fällt auf, dass beim Lesen Buchstaben oder Silben fehlen. Beim Verlust der Stelle des schärfsten Sehens kann es zu einem massiven Sehverlust kommen. Für diese Form der AMD gibt es noch keine gesicherten Behandlungsmöglichkeiten, allerdings ist der Verlauf oft langsamer als bei der "feuchten" Form der AMD.

Feuchte AMD

Bei der "feuchten" Form der AMD kommt es zu einer namensgebenden Flüssigkeitsansammlung. Ursache ist in der Regel die Neubildung von Blutgefäßen, die sich entweder unter der Netzhaut oder im Umfeld der Aderhaut bilden können. Da die neuen Gefäße Flüssigkeit abgeben, kommt es zu einer Netzhautabhebung. Diese macht sich durch ein verzerrtes Sehen bemerkbar, das z.B. mit einem Rechenkästchenmuster (Amsler-Netz), aber auch an Badezimmerfliesen oder Türrahmen festgestellt werden kann. Weitere Komplikationen können ein Wachsen der Blutgefäße, aber auch massive Blutungen unter der Netzhaut sein.

Ursachen

Ursache der AMD sind Veränderungen der Netzhaut. Die unter den lichtempfindlichen Photorezeptoren gelegenen Schichten des Auges (retinalen Pigmentepithel und Bruch'sche Membran) sind für die Ernährung und Regeneration der Photorezeptoren und für den Abtransport von Abbauprodukten des Stoffwechsels verantwortlich. Im Laufe des Lebens sammeln sich in beiden Schichten langsam Abbauprodukte des Stoffwechsels an.
Risikofaktoren sind: erbliche Veranlagung, blaue Augenfarbe und Rauchen. Auch wenn der Zusammenhang mit dem Rauchen noch nicht ursächlich geklärt ist, konnte gezeigt werden, dass das Risiko einer AMD bei aktiven Rauchern deutlich erhöht ist, so dass diese im Schnitt zehn Jahre früher erkranken als Nichtraucher.

Maßnahmen/Therapie

Als Hilfsmittel sind angepasste vergrößernde Sehhilfen oder Lesegeräte sowie Computer mit Zusatzausstattung (Sprachausgabe, Scanner, Schriftvergrößerungsprogramm) sinnvoll, da bei allen Formen der AMD nach Stabilisierung des akuten Geschehens häufig Probleme beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern auftreten.
Der Einfluss der Ernährung ist umstritten, insbesondere auch deshalb, weil kurzfristige Ernährungsänderungen wahrscheinlich von geringem Nutzen sind. Möglicherweise ist die Ernährung mit viel grünem Gemüse (Spinat, Grünkohl, Mangold), das viel Lutein enthält, sinnvoll. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nur bei bestimmten Vorstadien der AMD als sinnvoll nachgewiesen worden und sollte nur nach augenärztlicher Untersuchung erfolgen.
Bei der feuchten Form der AMD gibt es neue Behandlungsmethoden, die den Krankheitsverlauf stoppen können und zum Teil zu einer Verbesserung des Sehens führen. Hierbei werden Medikamente mit einer dünnen Nadel praktisch schmerzfrei in das Auge oder in den Glaskörperraum gespritzt. Bei den Medikamenten handelt es sich um Lucentis ®, Macugen ® und Avastin ®. Sie blockieren den Botenstoff, der die krankhaften Gefäße verursacht, und stoppen deren Wachstum. Noch ungeklärt ist allerdings, ob die Krankenkassen die vollen Behandlungskosten tragen oder ob sie einen Teil der Kosten übernehmen.
Vertiefende Informationen zur AMD finden Sie z.B. unter:

http://dbsv.org/infothek/augenerkrankungen/amd/ oder

http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=4585

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