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Pflegestufe

Die Pflegestufe gibt den Grad der Pflegebedürftigkeit an. Er wird vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen (MDK) nach dem Grundsatz festgestellt:

„Pflegebedürftig ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung bei den gewöhnlich und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens dauerhaft (für mindestens 6 Monate) in erheblichem oder höherem Maße auf Hilfe angewiesen ist".

Das ist dann der Fall, wenn die betroffene Person eine ordnungsgemäße Grundpflege oder einen regulären hauswirtschaftlichen Ablauf nicht ohne fremde Hilfe sicherstellen kann. Also insbesondere dann, wenn der Pflegebedürftige unterstützt werden muss bei der :
Körperpflege, Ernährung oder Mobilität (Grundpflege) oder bei den hauswirtschaftlichen Verrichtungen: Einkaufen, Kochen, Spülen, Wäschereinigung, sowie Reinigung und Beheizen der Wohnung.
Die Entscheidung zur Einstufung trifft die Pflegekasse unter maßgeblicher Berücksichtigung des Pflegegutachtens. Entscheidend ist dabei der Umfang des täglichen Pflegebedarfs.

Vorausgesetzt werden:

Pflegestufe I – erhebliche Pflegebedürftigkeit

  • Ein Hilfebedarf von insgesamt mindestens 90 Minuten pro Tag.
  • Auf die Grundpflege müssen dabei mehr als 45 Minuten täglich entfallen.

Pflegestufe II – schwere Pflegebedürftigkeit

  • ein Hilfebedarf von insgesamt mindestens 180 Minuten pro Tag
  • mit einem Grundpflegebedarf von mindestens 120 Minuten täglich.

Pflegestufe III – schwerste Pflegebedürftigkeit

  • Ein Hilfebedarf von mindestens 300 Minuten pro Tag.
  • Der Anteil an der Grundpflege muss dabei mindestens 240 Minuten täglich betragen.

Wenn der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe III weit übersteigt, kann ein sogenannter Härtefall vorliegen. Die Pflegekasse kann in diesem Fall im Rahmen der Pflegesachleistung und der vollstationären Pflege weitere Leistungen gewähren.
Die Zeiten werden anhand von sogenannten „Zeitkorridoren" ermittelt.

Die Pflegestufe entscheidet nicht nur über die Höhe des gezahlten Pflegegeldes sondern zum Teil auch über die Zulassung z.B. zu einer Pflegeeinrichtung.

Blindheit oder Sehbehinderung allein reichen für eine Eingruppierung in die Pflegestufe I nicht aus.

Zum Verhältnis Blindengeld – Pflegegeld siehe auch: Blindengeld.

Infothek Auge

Frau beim Augenarzt
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