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Glaukom (Grüner Star)

Allgemeines
Das Glaukom ist eine Schädigung des Sehnervs infolge von erhöhtem Augeninnendruck oder Durchblutungsstörungen. In Deutschland sind wissentlich etwa 800.000 Menschen an einem Glaukom erkrankt. Die Dunkelziffer wird noch einmal so hoch vermutet. Bei etwa 3 Mio. Menschen wurde ein zu hoher Augeninnendruck bereits festgestellt. Sie gelten damit als gefährdet. Wird ein Glaukom nicht behandelt, führt es früher oder später zur Erblindung, die nicht mehr gebessert werden kann.

Symptome

Die Krankheit verläuft schleichend. Anfangs zeigt sie keine Symptome. Erst später, wenn die Schädigung des Sehnervs weit fortgeschritten ist, kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Das Gesichtsfeld ist der Bereich der Umgebung, den man wahrnimmt, ohne das Auge zu bewegen. Ist das Glaukom bereits so weit fortgeschritten, dass es das Gesichtsfeld beeinträchtigt, sind die Schäden nicht mehr zu beheben.

Typisches Merkmal des Glaukoms ist der Glaukom-Anfall. Dabei treten heftige Schmerzen und Rötungen im Auge, eine Sehverschlechterung (nebelig sehen, farbige Ringe um Lichtquellen) und häufig auch Übelkeit auf.

Etwa 30 % der Glaukom-Patienten klagen häufig über kalte Hände und Füße, hohen oder niedrigen Blutdruck, Migräne und Ohrgeräusche (Tinnitus).
Bei Neugeborenen und Kleinkindern macht sich das Glaukom durch auffallend große „schöne" Augen, Lichtscheu und ständiges Tränen bemerkbar.

Ursachen

Es gibt verschiedene Arten des Glaukoms:

Das Offenwinkelglaukom

Diese Form tritt am häufigsten auf. Es entsteht, wenn der Abfluss des Kammerwassers gestört wird. Das Kammerwasser versorgt die Hornhaut und die Linse mit Nährstoffen. Ist die Versorgung gestört, so führt dies zu einem erhöhten Augeninnendruck, der mit der Zeit den Sehnerv schädigen kann. Nach neueren Erkenntnissen ist aber nicht immer der Augendruck ausschlaggebend. So wird ein Glaukom oftmals nicht erkannt, weil der Augeninnendruck normal ist.

Das Normaldruckglaukom

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Form des Offenwinkelglaukoms. Sie liegt bei knapp über einem Viertel der Glaukompatienten vor. Die trotz normalen Augeninnendrucks vorhandene Sehnervschädigung ist hier auf eine unzureichende Blutversorgung der Nervenfaserzellen zurückzuführen. Meist ist auch der ganze Körper von Durchblutungsstörungen betroffen.

Das angeborene Glaukom

Diese seltene Form tritt bei Neugeborenen und Kleinkindern auf.

Das sekundäre (erworbene) Glaukom

Es entsteht als Folge anderer Augenerkrankungen. Ursachen können z.B. Verletzungen, aber auch Entzündungen oder Diabetes, sein.

Das Glaukom kann im Prinzip jeden treffen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt jedoch das Risiko, an einem Grünen Star zu erkranken. Das Risiko erhöht sich,

  • wenn ein Glaukom schon einmal in der Familie aufgetreten ist,
  • wenn eine höhere Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien vorliegt,
  • bei Herz- und Kreislauferkrankungen,
  • wenn Patienten mit Cortison behandelt werden und
  • wenn Betroffene unter erhöhtem Augeninnendruck leiden.

Maßnahmen/Therapie

Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt ist der beste Schutz. Sie sollte ab dem 40. Lebensjahr erfolgen. Wenn Glaukomerkrankungen in der Familie vorkommen, sollte der Augenarzt schon vor dem 40. Lebensjahr regelmäßig aufgesucht werden. Neben der Messung des Augeninnendrucks muss dabei auch die Untersuchung des Sehnervs erfolgen. Nur durch diese Kombination kann ein Glaukom ausgeschlossen werden, denn bei einer alleinigen Messung des Augeninnendrucks wird nur jedes zweite Glaukom erkannt.

Bitte beachten: Diese beiden Vorsorgemaßnahmen werden nicht von den Krankenkassen übernommen und kosten 16 – 20 €.

Die durch ein Glaukom verlorene Sehkraft lässt sich nicht zurückbringen. Ein weiteres Fortschreiten der Krankheit und ein weiterer Verlust von Sehvermögen kann jedoch in den meisten Fällen mit Medikamenten (z.B. in Form von Augentropfen) verhindert werden. Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser sind die Erfolgsaussichten einer Behandlung. Führen die Medikamente nicht zum gewünschten Erfolg, besteht die Möglichkeit einer Operation oder Laserbehandlung. Hierdurch kann der Krankheitsverlauf oft aufgehalten werden.

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