Inklusion

Die Behindertenpolitik des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts war von dem Begriff ‚Integration' geprägt. Ziel der Integrationspolitik war es, Menschen trotz ihrer Behinderung durch besondere Hilfestellungen eine umfassende Teilhabe an einem grundsätzlich auf die Bedürfnisse nicht behinderter Menschen geprägten gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Spätestens seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 hat sich auch in Deutschland ein Paradigmenwechsel vollzogen. An die Stelle der Integration tritt nun die ‚soziale Inklusion'. Sie geht nicht mehr davon aus, dass eine von nicht behinderten Menschen beherrschte Gesellschaft auch Behinderten eine Teilhabe ermöglichen soll, sondern dass jeder Mensch in seiner Individualität akzeptiert wird. Unterschiede werden bewusst wahrgenommen, aber nicht als Besonderheit gewertet. Die sich aus dem Vorhandensein unterschiedlicher Begabungen und Fähigkeiten ergebende Vielfalt wird vielmehr als Basis einer Ordnung verstanden, in der der Einzelne keine für ihn nicht erreichbare Normen erfüllen muss um ‚normal' zu sein und dazu zu gehören. Barrierefreiheit wird dadurch nicht zu einem Zugeständnis an einen abnormen Zustand, sonder zu einer Selbstverständlichkeit.

Konkrete Auswirkungen hat dieses Prinzip, das sich auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erstreckt, unter anderem in Bezug auf die Regelung der Geschäftsfähigkeit, den Zugang zu Bildung und Justiz, das Wahlrecht und Fragen der Eingliederungshilfe.

Siehe insbesondere den Text des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unter:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a729-un-konvention.pdf;jsessionid=A2B633D44A2C9A21E95

Eine sehr gute, umfassende Darstellung mit vielen Querverweisen findet sich auch unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_die_Rechte_von_Menschen_mit_Behinderungen

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xxnoxx_zaehler

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