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Die Vereinsgeschichte des BSVW

In Westfalen gründeten die Blinden Dortmunds 1891 den ersten eigenen Verein.
1912 schlossen sich beherzte Blinde in Bielefeld, 1919 in Münster und Lüdenscheid, 1920 in Gelsenkirchen und 1920/21 in Bochum zu eigenen Vereinen zusammen.
Nachdem sich 1912 alle deutschen Blindenvereine im Reichsdeutschen Blindenverband zusammengeschlossen hatten, reifte in Westfalen immer mehr der Gedanke heran, einen Zusammenschluss aller Blinder Westfalens herbeizuführen.

Parallel liefen aber auch in Westfalen Bestrebungen, einen Blindenfürsorgeverein nach dem Grundsatz ins Leben zu rufen: Alles für die Blinden, aber nichts durch die Blinden. Die Entscheidung fiel aber zugunsten einer Selbsthilfeorganisation, nämlich der Gründung einer Westfälischen Blindenvereins. Diese Entscheidung geht im Wesentlichen auf die Einstellung des Landesrats Hobrecker von der damaligen Provinzialverwaltung (jetzt: Landschaftsverband Westfalen-Lippe) zurück, dem damit in der Geschichte des Westfälischen Blindenvereins (WBV) eine bedeutende Stellung eingeräumt werden muss. Herr Hobrecker wurde später zum Ehrenmitglied des WBV ernannt.

Am 09. April 1921 kam es im Orgelsaal der Provinzialblindenanstalt in Soest zur Gründung des WBV.Fotos von 5 der 7 männlichen Vorstandsmitglieder 1924
Vertreten waren 8 Vereine:

  • Dortmund, gegründet 1891 mit den Herren Ernst Lühmann und Peter Meurer;
  • Bielefeld, 1912, mit Herrn Lindau;
  • Münster, 1919, mit Fritz Grotegut;
  • Lüdenscheid, 1919, Fritz Grafe;
  • Paderborn, 1919, Hermann Vahle;
  • Bochum, 1920/21, Otto Kuhweide und Jacob Pfromm;
  • Gelsenkirchen, 1920, Bernhard Esch und H. Hillebrand;
  • Soest, 1920, Heinrich Droste und Friedrich Dröge.

Außerdem waren zugegen: Direktor Maas (früherer Leiter der Provinzial-Blindenanstalt Soest), Oberin Schwester Emma (frühere Leiterin der Provinzial-Blindenastalt Paderborn). Sehende Beistände: Frau Martha Zabel (Dortmund), Frau Kuhweide und Fräulein Hedwig Braun.
Verhandlungsleiter: Otto Kuhweide, Protokollführer: Friedrich Dröge, Soest.


Deckblatt des 1. Jahrgangsbuches des Westfälischen Blindenvereins 1924 und 1. Seite mit Braillealphabet Nachdem die Blinden bis dahin Betreute der Bildungsanstalten gewesen waren, konnten die blinden Frauen und Männer in Westfalen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und nach Mitteln und Wegen suchen, die nachteiligen Folgen der Blindheit in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht zu beseitigen oder zu mildern. Hauptaufgabe in dieser Anfangszeit war die Öffentlichkeitsarbeit unter den Blinden selbst, die nach und nach aus ihrer Isolation heraustraten und sich dem Verein anschlossen. Sie wollten nicht mehr vom Mitleid der anderen leben, sondern von ihrer eigenen Arbeit. Weitere örtliche Untergliederungen wurden gegründet (siehe: Gründungsdaten aus dem Westfälischen Blindenwesen), so dass der Westfälische Blindenverein – nach der rechtlichen Verselbständigung des Blindenvereins Lippe 1947 – im Landesteil Westfalen die flächendeckend arbeitende Selbsthilfeorganisation der Zivilblinden war.
Um auch den hochgradig Sehbehinderten den Eintritt in den Verein zu erleichtern, beschloss die Mitgliederversammlung 1997 den Namen des Vereins in Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e. V. (BSVW) zu ändern.

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