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Barrierefreiheit im Tourismus muss selbstverständlich werden

Die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin ist die weltweit größte Messe der Tourismusbranche. Seit 2012 hat das Thema "Barrierefreiheit" hier einen festen Platz im Programm: den Tag des barrierefreien Tourismus. Er wird von Tourismus für Alle Deutschland e.V. (NatKo) zusammen mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) durchgeführt. Die fünfte Auflage der Veranstaltung fand am 11. März statt. Das große Interesse des Fachpublikums an der Veranstaltung zeigt, welchen Stellenwert Barrierefreiheit inzwischen im Tourismus hat.

Dazu DBSV-Präsidentin Renate Reymann: "Der Tag des barrierefreien Tourismus ist eine zentrale Plattform für den Austausch zwischen den Organisationen behinderter Menschen und der Tourismusbranche. Er muss ein fester Bestandteil der ITB bleiben!" Der DBSV ist bereits seit 2003 aktives Mitglied der NatKo.

Lesen Sie nun die folgende Pressemitteilung der NatKo zur Veranstaltung:

Barrierefreiheit im Tourismus muss selbstverständlich werden.

5. Tag des barrierefreien Tourismus auf der ITB mit erfolgreicher Zwischenbilanz

Am 11. März 2016 trafen sich im Rahmen des ITB-Kongresses etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Berlin zum 5. Tag des barrierefreien Tourismus, der von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in Kooperation mit dem Verein "Tourismus für Alle Deutschland e.V." (NatKo) durchgeführt wurde.

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung dieses Tages für die Vernetzung aller Akteure zur Schaffung weiterer barrierefreier touristischer Angebote. Das vom BMWi geförderte bundeseinheitliche Kennzeichnungs- und Informationssystem "Reisen für Alle", das vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) zusammen mit der NatKo entwickelt wird, ist dabei ein wichtiges Element zur Schaffung einer verlässlichen Reisekette.

Michael Müller, Vorstandsmitglied der Fraport AG, stellte in seiner Keynote das Engagement des Flughafen Frankfurt dar, um Fluggästen mit Behinderung das Reisen zu ermöglichen und zu erleichtern. Dabei hat die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen großen Stellenwert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion bestand Einigkeit unter den Teilnehmern, dass in den vergangenen Jahren schon deutliche Fortschritte erreicht worden seien, dass der Weg aber noch weit sei, bis Barrierefreiheit im Tourismus als selbstverständlich angesehen würde.

In diesem Zusammenhang kritisierte die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, den vorliegenden Regierungsentwurf zur Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Dass die Privatwirtschaft mit dem BGG nicht zur Schaffung von Barrierefreiheit verpflichtet wird, ist auch für sie unakzeptabel.

Francesc Aragall, Präsident der "Design for All Foundation", hob insbesondere die wirtschaftlichen Vorteile von mehr Barrierefreiheit im Tourismus hervor.

Dr. Rüdiger Leidner, Vorstandsvorsitzender der NatKo, lobte die Vorstöße des Deutschen Museumsbundes und des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, die von sich aus mit Behindertenverbänden in Dialog getreten waren, forderte aber mehr politisches Engagement zur Beschleunigung dieses Prozesses. "Ebenso wie im neuen Filmförderungsgesetz die Förderung eines Films nur erfolgt, wenn Audiodeskription vorgesehen ist, sollte auch die die Implementierung von Barrierefreiheit zwingende Voraussetzung für jedwede öffentliche Förderung sein."

Am Nachmittag wurden viele gute und erfolgreiche Beispiele für barrierefreie touristische Angebote präsentiert. Hamburg und Magdeburg stellten ihre Aktivitäten ebenso vor wie das Ägyptische Museum in München und die Zeche Zollverein. Ihre barrierefreien Angebote waren im Zusammenhang mit dem Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" von der NatKo evaluiert und zertifiziert worden. Die Referentinnen betonten ausdrücklich die Notwendigkeit einer professionellen Beratung bei der Schaffung barrierefreier Angebote.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Vertreter der Tourismuswirtschaft sowie der Präsident des Städte- und Gemeindebundes Roland Schäfer teilnahmen, wurde deutlich, dass der eingeschlagene Weg zu mehr Barrierefreiheit nicht nur aufgrund des demografischen Wandels fortgesetzt werden muss, sondern sich gute Lösungen auch wirtschaftlich rechnen. Letzteres stellte insbesondere Dr. Steve Grundmann, Berater für Regionalentwicklung und Tourismus an Beispielen aus Österreich anschaulich dar.

NatKo-Vorstandsmitglied André Nowak verwies in seinem Fazit kritisch auf offene Fragen und Herausforderungen an Politik und Tourismuswirtschaft und bat die Kongressteilnehmer, ihre Vorstellungen zur Gestaltung des 6. Tages des barrierefreien Tourismus auf der ITB 2017 der NatKo mitzuteilen.

 

Quelle: Newsletter des DBSV

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