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Bahn fahren

Bahn am leeren BahnsteigDie Bahn stellt für viele blinde und sehbehinderte Menschen das wichtigste Verkehrsmittel dar. Im Nah- und Fernverkehr der Deutsche Bahn AG sowie der im deutschen Eisenbahnnetz tätigen privaten Bahngesellschaften können Reisende mit Schwerbehindertenausweis einige Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen.
Sehbehinderte Menschen mit Merkzeichen „G" können die Freifahrt im öffentlichen Personenverkehr in Anspruch nehmen, wenn sie die Kraftfahrzeugsteuerermäßigung nicht beanspruchen (Wahlrecht).
Die Behörde gibt auf Antrag, für die Dauer eines halben oder eines ganzen Jahres, das Beiblatt mit Wertmarke und Streckenverzeichnis aus. Die Kosten für ein halbes Jahr betragen 36 €, für ein ganzes Jahr 72 €.

Bild: Rookie3D / pixelio.de

Blinde Menschen (Merkzeichen „BL") und hochgradig Sehbehinderte (Merkzeichen „H") erhalten auf Antrag das Beiblatt mit Wertmarke und das Streckenverzeichnis kostenlos. Für sie gilt nicht das Wahlrecht. Sie können gleichzeitig eine Kraftfahrzeugsteuerbefreiung beantragen.
Kostenlos wird die Wertmarke aber auch ausgegeben, wenn der Schwerbehinderte Arbeitslosengeld II, laufende Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII, der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII oder nach §§ 27a und 27d Bundesversorgungsgesetzes (BVG) erhält.

Das Beiblatt mit der Wertmarke und dem Streckenverzeichnis berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr ohne Kilometerbegrenzung und unabhängig vom Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der 2. Klasse mit:

  • Straßenbahnen, Omnibussen, Kraftfahrzeugen und Eisenbahnen im Linienverkehr auf Linien, bei denen die Mehrzahl der Beförderungen eine Strecke von 50 km nicht übersteigt,
  • S-Bahnen und
  • Eisenbahnen in Verkehrsverbünden oder in Verkehrs-Tarifgemeinschaften.

Das Beiblatt berechtigt auch zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr im Umkreis von 50 km um den Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt auf den im Streckenverzeichnis eingetragenen Strecken in der 2. Klasse in Zügen des Nahverkehrs mit:

  • S-Bahnen,
  • Regional-Bahnen (RB),
  • Stadt-Express (SE),
  • Regional-Express (RE).

In Nordrhein-Westfalen gibt es flächendeckende Verkehrsverbünde, die zur unentgeltlichen Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln berechtigen. D.h.: von Münster bis Bonn und von Aachen bis Bielefeld können Schwerbehinderte, die die Voraussetzungen erfüllen, kostenfrei öffentliche Verkehrsmittel benutzen. EC, IC und ICE sind von der unentgeltlichen Benutzung ausgeschlossen.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema liefert die Internetseite ÖPNV-Info

unter: http://www.mobilitaetsportal.info/

Schwerbehinderte Menschen mit Merkzeichen „B" haben Anspruch auf die unentgeltliche Beförderung einer Begleitperson im gleichen Zug und in der gleichen Wagenklasse. Bei Blinden (Merkzeichen „Bl") wird im nationalen Nah- und Fernverkehr neben der Begleitperson auch ein Führhund unentgeltlich befördert.

Auch bei Reisen in viele europäische Länder kann eine Begleitperson unentgeltlich befördert werden. Genaue Informationen dazu sollten vor Reiseantritt eingeholt werden.

Blinde und sehbehinderte Menschen können bei Bahnreisen den Mobilitätsservice der Deutsche Bahn AG nutzen, der Hilfe am Startbahnhof sowie an den Umsteige- und Zielbahnhöfen bietet. Der Mobilitätsservice ist telefonisch unter: 

Die Mobilitätsservice-Zentrale ist über folgende Kontaktdaten täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr für Sie erreichbar:

Telefonnummer: 0180 6 512 512*
Faxnummer: 0180 5 159 357**

Festnetz: 20 ct / Mobilfunk max. 60 ct/Anruf

E-Mail: msz@deutschebahn.com

Er kann auch online gebucht werden unter:
http://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/mobilitaetsservice.shtml

Infothek Auge

Frau beim Augenarzt
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